Leistungen
Projektmanagement
Projektmanagement nach aktuellen PMI- und PMBOK-Grundsätzen verbindet verlässliche Steuerung mit agilen Methoden wie Scrum. So bleiben Umfang, Prioritäten, Risiken und Entscheidungen transparent.
Was Projektmanagement leistet
Projektmanagement verbindet Ziele, Umfang, Termine, Qualität und Kommunikation zu einem verlässlichen Arbeitsrahmen.
Dazu gehören Prozessgestaltung sowie das Management von Umfang, Risiken, Qualität, Kommunikation, Terminen und Budget. Je nach Auftrag übernehmen wir Projektleitung, Teamführung oder die Rolle eines Proxy Product Owners.
PMI- und PMBOK-Grundsätze geben Orientierung für Governance und Steuerung. Scrum, Kanban oder Lean UX ergänzen sie, wenn kurze Lern- und Lieferzyklen sinnvoll sind. Die Arbeitsweise folgt dem Vorhaben.
Unsere Arbeit beruht auf langjähriger Projekterfahrung und orientiert sich an PMI und PMBOK. Eine PMI-Zertifizierung wird nicht ausgewiesen.
Projektsteuerung nach PMI und PMBOK
Die achte PMBOK-Ausgabe verbindet sechs Grundprinzipien mit sieben Leistungsdomänen und nicht verbindlich vorgeschriebenen Prozessen. Entscheidend ist die passende Auswahl für das konkrete Vorhaben.
Die PMBOK-Leistungsdomänen umfassen Governance, Umfang, Termine, Finanzen, Stakeholder, Ressourcen und Risiken. Sie beschreiben, welche Bereiche für erfolgreiche Projekte aktiv gesteuert werden müssen.
Die fünf Fokusbereiche Initiierung, Planung, Ausführung, Überwachung und Steuerung sowie Abschluss ordnen die Projektarbeit entlang ihres Verlaufs. Ihre Aktivitäten überschneiden sich; Steuerung begleitet die Umsetzung kontinuierlich.
Welche Prozesse und Artefakte sinnvoll sind, hängt vom Vorhaben ab. Ein Website-Relaunch setzt andere Schwerpunkte als eine Schnittstellenintegration. Reporting und Governance unterstützen dabei konkrete Entscheidungen.
1. Initiierung
Auftrag, Ziele und Stakeholder klären. Ohne diesen Schritt fehlt später die Begründung für Scope und Priorität.
Typische Ergebnisse
- Projektauftrag oder vergleichbarer Startbeschluss
- Stakeholder-Übersicht: wer entscheidet, wer liefert, wer nur informiert wird
- Erste Abgrenzung: was im Scope liegt und was bewusst draußen bleibt
2. Planung
Umfang, Termine, Qualität, Risiken und Kommunikation werden so geplant, dass das Team arbeitsfähig ist. Die Planung wird regelmäßig geprüft und bei begründeten Änderungen aktualisiert.
Worauf es ankommt
- Arbeitspakete oder Epics mit Abhängigkeiten
- Meilensteine und Abnahmekriterien
- Risiken mit verantwortlicher Person und nächstem Schritt
- Klare Kommunikationswege und passende Berichtsintervalle
3. Ausführung
Das Team arbeitet an den vereinbarten Ergebnissen, koordiniert Abhängigkeiten und bereitet Entscheidungen vor. In digitalen Vorhaben sind Planung, Backlog und Tickets eng miteinander verbunden.
Ergebnis
Messbarer Fortschritt entlang der vereinbarten Ziele sowie nachvollziehbar dokumentierte Abweichungen.
4. Überwachung und Steuerung
Fortschritt, Qualität, Risiken und Änderungen werden laufend bewertet. Änderungswünsche erhalten eine dokumentierte Auswirkungsanalyse und eine klare Entscheidung.
Steuerungsmittel
- Abgleich mit Plan, Meilenstein oder Sprintziel
- Änderungsprotokoll mit Auswirkungen und Beschluss
- Risiko- und Qualitätsprüfungen vor Abnahmen
5. Abschluss
Abnahme, Übergabe und Lessons Learned schließen das Vorhaben geordnet ab. Betrieb und Umsetzungsteam erhalten alle Entscheidungen, offenen Punkte und verbleibenden Aufgaben.
Agile Steuerung mit Scrum
Scrum schafft in kurzen Zyklen ein nutzbares, prüfbares Increment. Die Scrum Events sorgen für Transparenz, Überprüfung und Anpassung.
Product Backlog, Sprint Planning, Daily Scrum, Sprint Review und Retrospektive bilden einen klaren Rahmen. Maßstab ist das Increment: Was ist am Sprintende nutzbar und entspricht der Definition of Done?
Kanban und Lean UX können diesen Rahmen ergänzen, wenn kontinuierlicher Arbeitsfluss oder Experimente im Vordergrund stehen. Freigaben, Sicherheitsanforderungen und Release-Fenster werden früh in die Planung aufgenommen.
Der Product Owner verantwortet Produktziel und Priorisierung. Das gesamte Scrum-Team trägt gemeinsam Verantwortung für ein wertvolles Increment.
Verantwortlichkeiten: Product Owner, Scrum Master und Developers
- Product Owner — verantwortet Produktziel und Reihenfolge des Product Backlogs
- Scrum Master — unterstützt die wirksame Anwendung von Scrum und hilft, Hindernisse zu beseitigen
- Developers — planen und erstellen in jedem Sprint ein nutzbares Increment
Ein Proxy Product Owner kann die tägliche Abstimmung unterstützen. Die fachliche Verantwortung und klare Entscheidungswege müssen dabei ausdrücklich geregelt sein.
Scrum Events
- Sprint — fester Zeitraum, in dem ein nutzbares Ergebnis entsteht
- Sprint Planning — Sprintziel, ausgewählte Arbeit und Umsetzungsplan klären
- Daily Scrum — Fortschritt zum Sprintziel prüfen und den Arbeitsplan anpassen
- Sprint Review — Ergebnis und nächste Anpassungen mit Stakeholdern besprechen
- Sprint Retrospective — Qualität und Zusammenarbeit prüfen und Verbesserungen planen
Artefakte: Backlog und Increment
- Product Backlog — geordnete Liste der Arbeiten für das Produkt
- Sprint Backlog — Sprintziel, ausgewählte Einträge und Plan für ihre Umsetzung
- Increment — nutzbares Ergebnis, das die Definition of Done erfüllt
Backlog und ergänzende Dokumentation liegen häufig in JIRA und Confluence. Die Werkzeugwahl folgt dem Auftraggeber.
Kanban und Lean UX
Kanban unterstützt kontinuierlichen Arbeitsfluss und begrenzt parallele Arbeit durch WIP-Limits.
Lean UX verkürzt den Weg von einer Hypothese zum getesteten Ergebnis und verbindet Produktentwicklung eng mit UX und Analyse.
Beide Ansätze können Scrum gezielt ergänzen. Ihre Anwendung richtet sich nach Arbeitsfluss und Lernbedarf.
Methode nach Vorhaben
PMI- und PMBOK-Grundsätze, Scrum oder ein hybrides Vorgehen: Die Methode richtet sich nach Unsicherheit, Risiken, Governance und Liefermodell.
Scope-Management
In und Out sichtbar halten. Scope-Änderungen als Entscheidung führen, nicht als stilles Anwachsen.
Backlog und Priorisierung
Arbeit so schneiden und sortieren, dass Umsetzungsteams wissen, was als Nächstes zählt — und was wartet.
Prozessarbeit
Zusammenarbeit und Übergaben im Team klären: Rollen, Rituale, Dokumentationsorte. Der Prozess folgt dem Lieferziel.
Agile Steuerung
Scrum, Kanban oder Lean UX dort, wo sie Tempo und Transparenz verbessern. Bestehende Organisationsregeln mitzudenken gehört dazu.
Risiko und Qualität
Risiken früh benennen, Qualitätskriterien und Abnahmen festlegen. Offene Punkte bleiben nachverfolgbar.
Proxy-PO und Teamführung
Fachliche Priorität vertreten, wenn die Product-Owner-Rolle fehlt oder entlastet werden muss. Teams führen, ohne Fachverantwortung zu verwischen.
Wann PMI / PMBOK?
- feste Meilensteine, Budgetrahmen oder externe Abnahmen
- viele Stakeholder und klare Governance-Erwartung
- Risiko und Change müssen formell nachvollziehbar sein
Wann Scrum?
- Detail der Lösung ist noch unsicher und braucht Iteration
- regelmäßiges Feedback der Fachseite ist möglich
- das Team kann in kurzen Zyklen ein Increment liefern
Wann Hybrid?
Häufig in digitalen Relaunches: Phasen- und Meilensteinrahmen (PMI) plus Sprints für Konzeption und Umsetzung (Scrum). Steuerung und Tempo laufen parallel — Scope-Änderungen bleiben Entscheidungen.
Artefaktlandschaft
Gute Steuerungsartefakte machen Ziele, Entscheidungen, Risiken und Fortschritt nachvollziehbar — unabhängig von der Methode.
Scope und Entscheidung
- Scope In/Out — sichtbar und freigegeben
- Entscheidungsprotokolle — kurz, mit Datum und Owner
- Change-Log — Impact, Beschluss, Wirkung auf Plan oder Backlog
Planung und Risiko
- Meilenstein- oder Releaseplan — je nach Methode
- Risikoliste — mit Owner und nächstem Schritt
- Qualitäts- und Abnahmekriterien — prüfbar, nicht nur „fertig“
Backlog und Dokumentation
- Product Backlog / Arbeitspakete — priorisiert und geschnitten
- Tickets mit Verweisen — auf Konzepte, Risiken, Entscheidungen
- Status für Stakeholder — als Steuerung, nicht als Ersatz für das Ticket-System
Typisch: JIRA und Confluence; ergänzend klassische PM-Werkzeuge, wenn der Auftraggeber sie führt.
Rollen in der Praxis
Die Bezeichnung folgt dem Auftrag. Entscheidend ist, wer Scope, Priorität und Lieferung verantwortet.
Projektleitung
Gesamtsteuerung: Scope, Zeit, Risiko, Kommunikation und Abnahmewege. Passt zu PMI-Rahmen und Hybridmodellen.
Proxy-PO
Die tägliche Priorisierung unterstützen, wenn der Product Owner entlastet werden muss. Fachliche Verantwortung und Entscheidungswege bleiben eindeutig geregelt.
Teamführung
Konzeptions- oder Umsetzungsteams führen und Kapazität, Qualität sowie Übergaben koordinieren. Die konkrete Verantwortung wird im Auftrag eindeutig festgelegt.
Prozesse in der Praxis
Zwei typische Verläufe: Kick-off bis Übergabe im PMI-Rahmen — und der Sprintzyklus in Scrum. Hybrid kombiniert beides.
Kick-off bis Übergabe (PMI-Rahmen)
flowchart TD
K[Kick-off und Auftrag] --> S[Stakeholder und Scope]
S --> P[Plan: Meilensteine und Risiko]
P --> E[Ausführung und Lieferung]
E --> C[Steuerung und Change]
C -->|Nacharbeit| E
C -->|Freigabe| A[Abnahme]
A --> U[Übergabe und Abschluss]
Scrum-Sprint
flowchart LR
B[Product Backlog] --> PL[Sprint Planning]
PL --> W[Umsetzung]
W --> D[Daily Scrum]
D --> W
W --> I[Increment]
I --> R[Sprint Review]
R --> B
R --> RE[Sprint Retrospective]
RE --> PL
Änderungswünsche nachvollziehbar steuern
flowchart LR
C[Change Request] --> I[Impact klären]
I --> D{Im Scope?}
D -->|ja| N[Plan oder Backlog nachziehen]
N --> B[Priorität und Kapazität]
D -->|nein| E[Entscheidung dokumentieren]
E --> O[Out-of-Scope oder neuer Auftrag]
B --> H[Team informieren]
O --> H
Erforderliche Kenntnisse
Dazu gehören Steuerungskompetenz und belastbare Kommunikation zwischen Fachseite und Umsetzung.
Fachlich und methodisch
PMI/PMBOK-Praxis und agile Steuerung — plus genug Domänenverständnis, um Priorität und Übergaben inhaltlich zu prüfen.
- Scope-, Risiko- und Stakeholder-Management
- Scrum (Rollen, Events, Artefakte); Kanban und Lean UX bei Bedarf
- Priorisierung, Proxy-PO und Teamführung
- Abnahmewege und Change-Steuerung
- Reporting als Steuerungshilfe, nicht als Selbstzweck
Werkzeuge
Die Toolkette folgt dem Auftraggeber — typisch sind:
- JIRA und Confluence für Backlog, Tickets und Dokumentation
- Klassische PM-Werkzeuge (z. B. MS Project, Merlin), wenn der Rahmen sie verlangt
- Kollaboration für Status, Reviews und Entscheidungen
Ergebnisse und Übergabe
Gute Steuerung schafft eine arbeitsfähige und nachvollziehbare Grundlage für das gesamte Team.
Gepflegtes Backlog, geklärter Scope, Entscheidungsprotokolle, Risikoliste, Abnahmewege und eine Übergabe, mit der das Umsetzungsteam ohne Übersetzungsarbeit starten kann.
Tickets, verlinkte Dokumentation und klare Verantwortlichkeiten sichern die Übergabe an IT und Betrieb — unabhängig vom gewählten Vorgehen.
Checkliste vor der Übergabe
- Umfang und Abgrenzung sind sichtbar und freigegeben
- Offene Änderungen sind entschieden oder zugeordnet
- Risiken und Abnahmekriterien sind nachvollziehbar dokumentiert
- Backlog und Restarbeiten sind priorisiert
- Fachbereich und Umsetzung kennen dieselben Entscheidungen und Aufgaben im Ticketsystem
Was nach der Übergabe noch bleibt
Nach dem Go-live folgen häufig Stabilisierungsphase, Restarbeiten und Änderungswünsche. Verantwortlichkeiten, Kapazitäten und Entscheidungen bleiben auch dafür klar dokumentiert.
Weiterführend
Passende Projekte und Einblicke.
Vorhaben ansprechen
Kurz beschreiben, worum es geht und wobei Unterstützung gebraucht wird.